Warum braucht Ihr Kind Unterstützung?

Die Sprache bildet eine Brücke in den zwischenmenschlichen Beziehungen und ist das wichtigste Mittel, um mit anderen Personen in Kontakt zu kommen, Gedanken und Gefühle auszudrücken, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Sie ermöglicht es uns auch, Erlebnisse zu verarbeiten und Handlungen zu planen. Mit der Sprache schaffen wir uns ein Abbild von der Welt und können dadurch Zusammenhänge verstehen und Erfahrungen austauschen. Um uns verständlich mitzuteilen, aber auch um andere zu verstehen, benötigen wir Worte, die wir durch Körpersprache unterstützen.

Dem Kind mit Sprachdefiziten steht diese wichtige Brücke nur unzureichend zur Verfügung. Die gezielten therapeutischen Angebote im Sprachheilkindergarten mit der engen Verbindung zum Gruppenalltag ermöglichen es in besonderer Weise, die Kinder darin zu unterstützen, Erlerntes aus den Therapien in den Alltag zu übernehmen.

Gemeinsam sind wir stark

Im Team des Sprachheilkindergartens arbeiten Fachkräfte aus den  Bereichen Pädagogik, Logopädie, Motopädie und Psychologie. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine differenzierte Diagnostik und therapeutische Maßnahmen, die über die Sprachheilbehandlung hinaus auf den jeweiligen Bedarf des Kindes zugeschnitten sind.

Die Therapie- und Förderpläne werden mit den Eltern des betreffenden Kindes besprochen und im regelmäßigen Austausch überprüft und weiterentwickelt. Die Teilnahme der Eltern an Therapieeinheiten und im Gruppenalltag ist ebenfalls möglich und erwünscht. Regelmäßige Elternabende, sowie gemeinsame Feste runden die Zusammenarbeit zwischen Team und Eltern ab.

In unseren kleinen Gruppen haben die Kinder die besten Voraussetzungen, sich angenommen zu fühlen und spielend miteinander zu lernen. Die Vielfältigkeit unserer Angebote durch die unterschiedlichen Berufsgruppen und die Möglichkeit auf jedes einzelne Kind besonders einzugehen bilden einen Rahmen der Vertrauen schafft und unterstützen den Behandlungsprozess.

Das bieten wir auch

Heidelberger Elterntraining zur frühen Sprachförderung

Das Elterntraining wurde speziell für Eltern von zwei bis dreijährigen Kindern mit verzögertem Spracherwerb entwickelt und im Sozialpädiatrischen Zentrum des Universitätsklinikums Heidelberg erprobt.

Hauptzielgruppe sind Eltern, deren Kinder zum Zeitpunkt der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchung, U7 im Alter von 2 Jahren, eine deutliche Verzögerung in der sprachlichen Entwicklung aufweisen (aktiver Wortschatz weniger als 50 Wörter und kaum oder keine Zweiwortkombinationen).

Durch die gezielte Anleitung der Eltern sollen Kommunikations- und Sprechfreude des Kindes geweckt und die sprachlichen Fähigkeiten verbessert werden.

Das Elterntraining wird im Sprachheilkindergarten Lindern von den Logopädinnen durchgeführt, die dafür eine zertifizierte Zusatzausbildung absolviert haben.

Die Übernahme der Kosten für dieses Training können beim Landkreis Diepholz beantragt werden.

Haus der kleinen Forscher

Seit Februar 2010 ist der Sprachheilkindergarten Lindern ein „Haus der kleinen Forscher“. Mit dieser Auszeichnung haben wir uns für die frühkindliche Bildung in den MINT Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik qualifiziert.  Lernfreude wecken und Problemlösungskompetenzen fördern sind dabei ein wichtiges Anliegen.  Die Kinder sollen nicht, „richtige“ Erklärungen für bestimmte Phänomene lernen und diese auf Abruf wiedergeben können, sondern wir begleiten die Kinder bei einem forschenden Entdeckungsprozess, der sich in  seiner Vorgehensweise an den Naturwissenschaften orientiert. Den Kindern wird Raum und Gelegenheit gegeben, die Welt um sich herum z.B. durch Beobachtungen, Vergleichen, Kategorisieren zu erkunden. Das Ziel ist, bei den Kindern die Neugier auf naturwissenschaftliche Phänomene zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, beim Experimentieren selbst Antworten zu finden.

 

Aber nicht nur die Förderung in den MINT Bereichen wird bei dem Konzept unterstützt,  sondern auch der Erwerb von Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen. Gestärkt werden die Kinder auch in ihrem Selbstbewusstsein  und sie können ihre feinmotorischen Fertigkeiten, ihre Ausdauer und Konzentrationsspanne erweitern. Die Experimente werden mit den Kindern gemeinsam entwickelt, durchgeführt und reflektiert. In Form von Projektberichten, Fotos und gemalten Bildern der Kinder, sammeln und dokumentieren wir die Ergebnisse.

Die Inhalte des  Konzeptes „Haus der kleinen Forscher“ ist bei uns ein fester Bestandteil des Gesamtkonzeptes geworden, so dass wir eine Fortsetzung der Auszeichnung über die Stiftung anstreben.


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